Sonnenhut – Rudbeckia und Echinacea

Juli ist Sonnenhutzeit

Sonnenhut ist eine der wunderschönen Frühsommerpflanzen.  Die Vielfalt ist enorm, die Winterhärte und Blühdauer sehr unterschiedlich. Das Wissen darum ist oft gering (schon oft haben wir ein "winterhart" Schild an einjährigen Sonnenhut gesehen).

Als Sonnenhut werden sowohl Echinacea als auch Rudbeckia bezeichnet. Wir versuchen hier einen Überblick zu schaffen:

Echinacea – Sonnenhut

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Echinacea sind von Haus aus Stauden. Der  Klassiker ist der rosa Sonnenhut. Dieser wird auch ackerweise für medizinische Zwecke angebaut.  In den letzten 15 Jahren kamen neue Züchtungen hinzu. Oft sind diese deutlich kompakter im Wuchs oder haben wirklich tolle Farben (hellgelb, kräftiges orange, cremefarben – einfach wunderschön).

Wir würden die Winterhärte in Mittelfranken grob so einstufen:

  • gute Winterhärte: rosa und weiße, hochwachsende Sorten
  • mittlere Winterhärte: rosa und weiße, kompakte Sorten, gefüllte Sorten
  • schlechte Winterhärte: gelbe oder orange Sorten

So eine Einteilung ist natürlich sehr pauschal, kann aber ein wenig helfen die richtige Sorte auszuwählen. Wir haben auch Sorten mit schlechter Winterhärte in der Anzucht. Trotzdem  sind sie einfach zu schön um darauf zu verzichten und werden dann bei uns im Gewächshaus überwintert.

Rudbeckia – Sonnenhut

Bei den Rudbeckien ist die Einteilung deutlich einfacher als bei Echinacea. Hier sind in der Anzucht hauptsächlich zwei Arten: Der einjährige Sonnenhut Rudbeckia hirta und der

Rudbeckia hirta – der einjährige Sonnenhut

Staudensonnenhut Rudbeckia fulgida. Die Blüten sind sehr ähnlich. Am einfachsten lässt sich der Unterschied am Blatt sehen: Staudensonnenhut: Relativ glatte, dunkle Blätter. Einjähriger Sonnenhut: Helle, stark beharrte Blätter. Die einjährigen Sorten gibt es in einer unglaublichen Vielfalt in gelb-braunen Tönen. Dazu gehören auch kompakte Sorten, die sich super zum Nachpflanzen im Balkonkasten eignen, dabei. Der einjährige Sonnenhut ist ein Dauerblüher und hält meistens bis Mitte September durch. Der Staudensonnenhut beendet seine Blütezeit schon Mitte August.

 

Pflegeanspruch

Rudbeckia Goldsturm - der Klassiker im Sonnenbeet
Rudbeckia Goldsturm – der Klassiker im Sonnenbeet

Alle Sonnenhüte haben sehr ähnliche Ansprüche: Sonnige, warme Ecken.  Bei Pflanzung von blühenden Pflanzen im Juli muss richtig gut gegossen werden. Ansonsten halten die Sonnenhüte die Hitze gut aus und begnügen sich, auch im Hochsommer, mit ein- bis zwei Wassergaben / Woche. Der Boden sollte durchlässig ohne Staunässe sein (passt zum fränkischen Sandboden). Zudem tut es den winterharten Sorten gut, wenn sie mindestens einmal im Jahr einen Langzeitdünger bekommen. Nur so kommen die Pflanzen zur vollen Schönheit. Sonnenhut ist sehr robust und wird selten von Schädlingen angefallen. Wir haben im Staudenbeet oft, ohne die Pflanze ernsthaft zu schädigen, Schnecken. An ganz heißen Standorten oder in Extremsommern trat die rote Spinne auf.  An solchen Plätzen kann man vorbeugend beim Gießen immer die Blätter benetzen. Diese Erhöhung der Luftfeuchte bringt enorm viel.

 

Sonnenhut ist eine der MUß -Pflanzen für jeden Garten. Die Blüten bringen Sommerfreude pur. Unverzichtbar.

2 Kommentare zu “Sonnenhut – Rudbeckia und Echinacea

  1. Sehr oberflächlich ! Wie geht es im Frühjahr weiter ?? Wird er zurückgeschnitten ?? Oder ist es nur eine einmal blühende Staude, die jedes Jahr neu gekauft werden muß ??

    1. Es ist einfach eine Frage, wozu der Artikel geschrieben wurde. Bei uns war der Zweck, unseren Kunden Spaß am Sonnenhut zu vermitteln. Wir machen 99% Direktverkauf. Ihre Fragen werden normal beim Verkaufen gestellt und hier kann man auch direkt darauf eingehen, welche Echinacea winterhart ist und wie diese im Winter zu behandeln sind. Internet ist ja schön, aber wird nie ein Beratungsgespräch oder ein gutes Fachbuch ersetzen …
      Wenn ich diese Informationen, am besten noch für alle Klimazonen in Deutschland, online stellen will, dann wird der Artikel eher eine Tabelle und sehr schnell unübersichtlich … Solche Artikel schreiben wir auch, aber dann ist intern der Zweck anders definiert.

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