Protea – frisch und (nicht nur) zu Allerheiligen

Wie jedes Jahr im Herbst bekommen wir eine große Lieferung mit exotischen Trockenblumen für unsere Herbstgestecke. Inzwischen ist dieser Trockenblumentrend im Aufbruch: Seit einigen Jahren gibt es die wunderschönen Exoten der Gattung Protea auch als frische Schnittblume.

Protea oder Silberbaum

(c) Abu Shawka CC-BY-SA-3.0https://commons.wikimedia.org/wiki/File:King_Protea_in_Peninsula_Sandstone_Fynbos_-_Table_Mountain_-_Cape_Town_SA.jpg
(c) Abu Shawka CC-BY-SA-3.0

Proteen benötigen es warm und halten keinerlei Frost aus. Das sieht man schon daran, dass die meisten Arten im südlichen Afrika zu Hause sind. In Europa findet man Protea bei keinem Gärtner. Hin und wieder traut sich ein botanischer Garten an die Kultur dieser Pflanzen. Im Hausgarten wäre ein Anziehen als Kübelpflanze möglich. Protea gilt aber als vergleichsweise anspruchsvoll und wird daher in Deutschland nur sehr selten als (Jung-)Pflanze angeboten. Wie der deutsche Name Silberbaum schon sagt, wachsen die meisten Protea als Sträucher oder kleinere Bäume.  Schon 1771 benannte der schwedische Botaniker Carl von Linne die Prota cynaroides. Der Artnahme cynaroides wurde wegen der Ähnlichkeit zu einer Artischockenblüte (Cyanus) gewählt. Wer das Anziehen selbst probieren will, dem empfehlen  wir als Einstieg die verwandten Grevillea (Silbereiche). Diese gibt es bei uns im April / Mai auch als Kübelpflanze und die Ansprüche sind etwas moderater.

Protea (meistens die Königsprotea) als Schnittblume

Protea sind wie gesagt Sträucher oder Bäume. Sie sind nicht ständig nachblühend und auch nicht extrem ertragreich. Das Holz und die große Blüte machen die einzelne Blüte richtig schwer. Einzelblüten wiegen als Frischblume bis zu 500g. Das macht die Protea zu einer ungewöhnlichen, exquisiten  Schnittblume. Die Preise für eine Königsprotea als frische Schnittblume liegen je nach Größe zwischen 12 € und knapp 20 € (Stand 2018).

Traditionell, geprägt durch die Verwendung als Trockenblume, werden Protea in allen Arten und Sorten in der Trockenfloristik zu den Totengedenktagen (Allerheiligen und Totensonntag) verwendet.  Die frischen Protea gehen zwar durchaus auch in dieser Verwendung, machen aber in der Vase oder im Gesteck auch im Zimmer oder Büro eine tolle Figur. Bei uns sind Protea von September bis Januar als Schnittblume erhältlich.

Im Zimmer hält die Protea gut 3 Wochen, danach fängt sie das Eintrocknen an und ist, bei gutem Stand, dann auch noch weiter ansehnlich. Beim Antrocken verliert sie natürlich einiges an Farbe und „Frische“. Vor ein paar Tagen haben wir unsere große Lieferung zu Allerheiligen erhalten. Es waren diesmal wieder wunderschöne Königsprotea dabei und auch fast weiße Protea barbigera (Zuckerbüsche).  Wir standen im Laden mit einer großen Königsprotea in der Hand: „Eigentlich ist das Schnittblumenzepter damit fertig. Nur noch den Stil verschönern und sonst ist nichts nötig“. Protea verzaubert. Das hat uns zu diesem Artikel inspiriert.

Aber sehen Sie selbst:

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.