Kassenbonpflicht – unser Weg

Ab 1.1.2020 müssen alle Kassenbons gedruckt werden

Das ist leider die traurige Wahrheit (diesen Bock hat die SPD mit ihrem Finanzminister geschossen).  Wir haben lange überlegt, wie wir das machen und ob wir den Versand der Bons per Email favorisieren. Abgesehen davon, dass wir nur von einem Bruchteil unserer Kunden eine Emailadresse habe, erschien uns diese Lösung nicht schnell durchsetzbar.

Kassendrucker mit Normalpapier sind leider viel zu langsam und deutlich lauter – das ist momentan noch -keine Lösung.

Also: Wir müssen drucken.  Dann müssen wir wenigstens weniger drucken.

Minikassenbon (weniger als 30% der normalen Bons)

Unsere Lösung:

normaler Kassenbon

Wenn Sie keinen Kassenbon benötigen drucken wir nur eine minimalistische Form mit ca. 3cm Länge.

Wir kommen auf diese Weise mit den steuerlichen Anforderungen zurecht und gleichzeitig, wird dieser Unfug auf ein Minimum beschränkt. Gerne können Sie sich natürlich an der Kasse auch den Minikassenbon geben lassen (Schriftgröße 5 – nur etwas für gute Augen). Wenn Sie einen Kassenbon wollen, drucken wir unser “großes” Standardformat. Dank Computerkasse konnten wir diese Erweiterung sehr schnell bei uns einrichten.

 

 

 

Warum keine App-Lösung?

Leider steht mit dem September 2020 die nächste Verschärfung bevor. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Kassensystem zertifiziert sein und über ein Sicherheitsmodul (welches alle Kassenvorgänge speichert) verfügen. Da wir eine Computerkasse habe (die noch dazu sehr genau auf unseren Betrieb zugeschnitten ist) ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit eine Sicherheitszertifizierung zu bekommen. Dieses Problem haben viele Hersteller u.a. mit ihren Ipad oder Smartphone-Kassen. Der Ausweg aus dieser Situation ist die Verlagerung des Sicherheitsmodules vom Computer in den Drucker. Solche Drucker sind angekündigt und sollen in den nächsten Wochen auf den Markt kommen. Durch die Notwendigkeit des Sicherheitszertifizierung geht bei uns nur die Drucklösung. App oder Emailversand des Kassenbon kann immer nur ein zusätzliches Angebot sein. Wir werden im Laufe des Jahres 8 gehende, gute Kassendrucker entsorgen müssen und dafür die neuen Drucker mit Fiscalmodul anschaffen. Deutscher geht es nicht mehr.

2 Kommentare zu “Kassenbonpflicht – unser Weg

  1. Sie treiben Politik in ihrer Werbung. Das finde ich nicht gut. Kassenbons sind zwar nicht so gut,
    tragen aber mit dazu bei Steuerhinterziehung zu verhindern.Und was hat die SPD mit ihren Verkaufsschlagern zu tun?

    1. Gerne antworte ich Ihnen.
      SPD: Der jetzige SPD Finanzminister Olaf Scholz hat die Kassenpflicht eingeführt und gegen alle Widerstände durchgedrückt. Seine Kommentare (frei zitiert) “Die paar Bons werden das Klima schon nicht zerstören” und der Generalverdacht, dass alle Unternehmer Betrüger sind stoßen vielen Unternehmen sauer auf.

      Zur Steuerhinterziehung: Ich weiß nicht wie dieses System Betrug verhindern soll (wenn jemand den Staat betrügen will, findet er immer einen Weg – auch jetzt). Entweder alle Kunden müssen die Kassenbons mitnehmen und auf Korrektheit kontrollieren (d.h. der Kunde wir zwangsweise zum Polizisten), oder das System ist Unfug. Die Geschäfte, die bis jetzt eine unsaubere Buchführung hatten, werden es dadurch nicht ändern und für alle andere Geschäfte sind es enorme, sinnlose Mehrkosten. Jedes Jahr wird die Situation für kleinere Unternehmen schlimmer. Es müssen immer mehr Dokumentationen erstellt werden, immer mehr Prozesse müssen nachgewiesen werden und die Umsätze bleiben die Gleichen. Das jetzige Klima fördert das Aussterben der kleinen und mittelständischen Unternehmen, weil diese einfach “keine Zeit und kein Geld” für die gesetzlichen Forderungen haben. Das ist ungut, aber politisch gewollt. Alleine die Datenschutzgrundverordnung kostet uns jedes Jahr ~ 3 Arbeitstage zur Dokumentation. Obwohl wir gut gerüstet sind, kostet uns die Bonpflicht und die ab September vorgeschriebene Nachweispflicht ~ 4000 € zur Umstellung der Kassendrucker …. Wir müssen (obwohl wir jetzt nur ein kleiner Unternehmer sind) jetzt schon in vielen Bereichen auf externe Dienstleister zurückgreifen, weil wir selbst, im täglichen Alltagsgeschäft, keine Zeit haben alle aktuellen Gesetz sofort zu lesen und umzusetzen.
      Von daher bitte ich einfach um Verständnis, dass wir Gesetze, die uns das Leben wieder ein Stück schwerer machen, kritisch auf der Webseite beurteilen und auch so frei sind und die Urheber dieser Gesetze zu benennen (es geht hier auch nicht gegen eine bestimmte Partei, der Artikel wäre auch mit einem CDU / CSU Finanzminister so erschienen).

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