Besuch der Landesgartenschau Wittstock / Dosse

leuchtende Pflanzungen mit einjährigen Blühern
leuchtende Pflanzungen mit einjährigen Blühern

Mit über 5 Autostunden von Mittelfranken entfernt ist Wittstock sicherlich nicht die näheste Gartenschau. Uns hat der Besuch aber Spaß gemacht und der Tag Zwischenstopp war lohnenswert.

Wittstock

Wittstock/Dosse ist eine charmante Kleinstadt im Nordwesten von Brandenburg. Sie besticht durch bezaubernden ostdeutschen Provinzcharme (ohne Ironie – ernst gemeint), vielen Fachwerkhäusern, einer wunderschönen Bischofsburg und einer langen Stadtmauer. Wer, wie wir, spät abends anreist und dann mit dem Auto durch die Kopfsteinpflasterstraßen irrt um letztendlich durch eine Fußgängertor in der Stadtmauer glücklich zum Hotel findet, genießt nach diesen Schrecken das Erscheinungsbild bei Licht umso mehr.

Die Stadt hat nur 15 000 Einwohner (Quelle Wikipedia). Trotzdem wirkt sie eher ruhig und nicht verschlafen.  Dementsprechend ist die Gartenschau nicht groß.

die Landesgartenschau

Die Gartenschaut zieht sich in einem Halbkreis um die Burg und die Stadtmauer. Zwischendrin schlängelt sich noch ein kleiner, romantischer Bach: Die Dosse. Auf der anderen Seite wird die Gartenschau durch die Bahnlinie begegrenzt. Ein altes Bahnhofsgebäude darf dann auch stilvoll für die Blumenschauen herhalten.

Alleine dieses romantische Umfeld ist eine der schönsten Kulissen von Gartenschauen, die wir in den letzten Jahren gesehen haben.

viel richtig gemacht

Unser Besuch war Anfang August. Zu dieser Zeit hatten wir in ganz Deutschland schon viele Trockenperioden. Was in Wittstock sofort ins Auge sticht ist, dass die Gartenschau perfekt bewässert wurde. Im Gegensatz zu vielen bayerischen Gartenschauen, wo im Sommer nur noch das nötigste gegossen wurde und weite Flächen einfach braun waren, strahlt hier einem überall sattes Grün entgegen (ich möchte hier nicht diskutieren in wie weit es umweltfreundlich ist Rasen zu gießen, aber meine Meinung ist, dass auf einer Gartenschau, wenn Rasen angelegt wurde, dieser auch gut dastehen muss). Auch die Stauden- und Wechselpflanzungen sehen wirklich sauber und top gepflegt aus. Es sieht so aus, als ob im Vorfeld das Thema Bewässerung schon durchdacht wurde und daher ausreichend Hydranten und Automatik eingebaut wurde.

Uns ist aufgefallen, dass viele Pflanzungen schon kräftig und angewachsen wirken. So tragen die Apfelbäume im Fontanegarten sehr reich und sind sicherlich älter als die üblichen 2 Jahre.

Tolle Spielplätze, viele Liegewiesen und ein nettes Veranstaltungsprogramm runden die Gartenschau ab. Alles in allem ein kleines Juwel, dass sich anzusehen lohnt.

nicht alles ist perfekt

Normalerweise sind die Musterfriedhöfe und Mustergräber immer ein echter Höhepunkt einer Gartenschau. Es ist einfach unglaublich, was hier manche Gärtner leisten. In Wittstock war das leider nicht der Fall. Der Grund lag aber nicht an den Gärtner mit Ihren Mustergräbern, sondern an einem Planungsfehler. Zwischen den Gräbern wurde bunte Stauden gepflanzt. Alleingesehen wäre dies Pflanzung wirklich schön. Im Grabumfeld ist diese Pflanzung nur schrecklich. Es wirkt unruhig und die Gestaltung der Gräber dadurch nicht schön ….

einfaches, nettes Landhotel

Und von uns noch eine Empfehlung. Gleich anschließend an die Gartenschau kommt der Dosseteich mit einem Park. Hier liegt das Hotel Röbler Thor. Kein Luxushotel, aber ein echt schönes Landhotel. Hier lohnt sich die Übernachtung und man startet gleich grün-blühend in die Gartenschau.

ein paar Bilder:

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