Waldfriedhof Schwabach
2026 kamen neue Maschinen dazu, Prozesse wurden geändert und Neuerungen durchgesetzt. Irgendwann ist uns aufgefallen: Auf dem Waldfriedhof Schwabach haben wir tatsächlich unser Ziel erreicht.
100% CO2 neutral
Letzter Jahr begannen wir mit einem Elektro-Lastendreirad. Die Dinger schauen nicht nur witzig aus, sie sind es auch im täglichem Arbeiten. Im April/ Mai 26 kamen noch 2 weitere Maschinen dazu und auf einmal: Wir brauchen in Schwabach auf dem Friedhof keinen Verbrenner mehr. Damit unsere vielen Akku-Geräte (Freischneider, Laubbläser, Heckenschere etc.) auch einfach geladen werden können, zapfen wir auf den Lastendreiräder die Batterie an und stellen unseren Mitarbeiter eine saubere 230V Steckdose zur Verfügung.
Die größeren Lieferungen machen wir inzwischen mit einem unserer eVitos. Auch das ist toll.
Der Vorteil: Wir sind richtig leise geworden: Kein Lärm von einem 2-Takt Beniznmotor, kein nagelnder Diesel, keine Anlassgeräusche. Und für alle unsere Mitarbeiter: Saubere Luft, auch wenn man mit Maschinen arbeitet, schnelles Weiterkommen und deutlich entspannteres Arbeiten und das nervende Neu-Anlassen (oder Motor laufen lassen) entfällt ...
Ökostrom von den Stadtwerken Schwabach
Aktuell laden wir nur unseren Gießroboter zu 100% mit eigener Photovoltaik. Für unseren ganzen Elektrofahrzeuge und Maschinen haben wir noch zu wenig Photovoltaik-Module installiert und kaufen deswegen fleißig den Ökostrom von den Stadtwerken.
100% Chemiefrei und kein Abfallplastik
Im vierten Jahr ziehen wir unsere Pflanzen chemiefrei an. Die Hauptarbeit übernehmen dabei Nützlinge, dass sind räuberische Insekten, die Schädlinge wie Blattläuse fressen. Wir ergänzen mit Spritzung aus pflanzlichen Wirkstoffen (Neembaumöl, Orangenöl) oder Mikroorganismen. Durch unsere große Produktvielfalt schaffen wir es nicht immer alle Pflanzen 100% schädlingsfrei zu bekommen, aber die letzten Jahren haben gezeigt, dass bei den Kunden ein paar Läuse sehr schnell verschwinden, weil sich an den ungespritzen Pflanzen die Nützlinge viel schneller weitervermehren.
Natürlich verwenden wir alle Töpfe, in denen die Pflanzen angezogen wurden, wieder. Kurzer Kreislauf - ohne Abfall.
reduzierter LKW Verkehr
Bei uns werden nur Jungpflanzen angeliefert. Fertige Pflanzen kommen zu 96% aus der eigenen Produktion. Das reduziert die Belastung unserer Straßen (auch der regionalen Verkehrswege enorm).
papierlose Listen und Erfassung der Pflanzungen
Manchmal bringt die Digitalisierung wirklich gute Ergebnisse: Wir drucken immer weniger. Der große Teil unserer Arbeits- und Pflanzlisten ist für alle Mitarbeiter tagesaktuell in der Firmencloud und bequem über das Smartphone handhabbar (klar haben die Lastendreiräder und eVitos und auch der Elektroschubkarren Handy-Halter montiert). Zeitgleich profitieren unsere Kunden von der digitalen Erfassung der Pflanzung: Als Nebenprodukt fällt immer noch ein Bild des Grabes an, dass wir zusammen mit den Rechnungen versenden ... In vielen Bereichen nervt die Digitalisierung und erzeugt neue Arbeit. In diesem Bereich hilft es uns enorm und alle sind glücklich.
Fazit
Wir waren selbst überrascht, dass es so schnell geht und unsere Bemühungen so erfolgreich waren. Interessanter Weise sorgen fast alle Investitionen und Umstellung für im Endeffekt günstigere Produkte (Beispiel Strom von den Stadtwerken ist so viel billiger als Diesel und Elektromotoren sind so viel wirtschaftlicher als Verbrenner). D.h. unsere Bemühungen kommen unseren Kunden zu gute und verringern auf Dauer die Nebenkosten. Ganz zu schweigen davon, dass alle Mitarbeiter mit leisen und abgasfreien Maschinen viel lieber arbeiten.

Zeitgleich gibt es immer noch Herausforderungen: Unsere CO2 neutrale Erde ist noch nicht gebrauchsfertig und immer noch in der Testphase ... Mal sehen, wann wir hier den Durchbruch schaffen. Eines ist sicher: So schnell hören wir nicht auf besser zu werden.
Aktuell gilt das erreichte Ziel nur für den Schwabacher Waldfriedhof. Auf anderen Friedhöfen benötigen wir noch unsere Dieselfahrzeuge (Anhängerbetrieb).

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