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Nachhaltigkeit: Aktueller Stand Februar 2026

Dieser Beitrag ist nur eine Ergänzung zu den Beiträgen der letzten Jahre.

 

Das haben wir 2025 geschafft

  • Gießrobotereinsatz auf dem Schwabacher Friedhof. Damit konnten wir schon 3 Monate lang unseren wöchentlich Dieselverbrauch um die Hälfte reduzieren. Der Gießroboter fährt ausschließlich mit Strom aus einer Photovoltaikanlage. So der elendige Streit mit der Stadt Schwabach / dem Stadtrat endlich endet, werden wir 2026 für Schwabach noch einen zweiten Roboter anschaffen und damit mit null Emissionen die Gräber gießen können.
  • Zu dem einen eVito, den wir schon im Januar 25 angeschafft hatten, kam ein zweiter dazu. Wir haben gesehen, dass wir viele unserer Lieferungen mit realer Reichweite von 100km tätigen können. Gleichzeitig wurde aber noch ein gebrauchter Diesel-Vito angeschafft - einfach weil die eVitos keine Freigabe für Anhängerbetrieb haben.
  • Es ist fast unglaublich: Wir haben den ersten Blumensteckschaum, der zu 100% aus organischem Material besteht im Betrieb. Bei der Produktion fallen 56% weniger CO2 an. Der Steckschaum lässt sich wie Steckschaum aus Erdöl handhaben (funktioniert erstaunlich gut). Eine Kompostierbarkeit fehlt (dazu muss in Deutschland alles in 3 Monaten Industriekompost verschwunden sein). Damit können wir leben: Wenn irgendwo in der Natur eine organische Verbindung 2 Jahre bis zum vollständigem Kompost herumliegt, sehe ich kein Problem. Problem ist für uns die Verfügbarkeit und der Preis. Verfügbar ist nur die Grundform eines Steckschaumziegels und noch keine Sonderformen (Herzen etc.). Der Preis liegt "nur" beim 5 bis 6 fachem Preis ... Das steigert unsere Steckschaumkosten von 6000 € / Jahr einfach auf über 30 000 €. Im Detail: Tischgestecke werden damit um einen Euro teurer, Sargbuketts um 10%.
  • Unser Heißkleber ist seit diesem Jahr verrottbar. Heißkleber wird relativ viel in der Adventsfloristik verwendet. Der kompostierbare Heißkleber hat zwar nur einen organischen Anteil von 58%, hat aber die Kompostiertests bestanden und darf damit in der Komposttonne entsorgt werden. Auch hier haben wir etwas Einschränkungen: Der Kleber fließt unkontrollierter und stinkt so, dass die halbe Mannschaft im Drogentaumel herumläuft. Macht aber eine gute Stimmung.
  • Zwei Wärmepumpen mit jeweils 50kwh Leistung für Betrieb 2 in Schwabach und die Landgärtnerei Rutzendorf stehen im Betrieb und warten auf den Anschluß. Die Wärmepumpen sind für die Grundlast gedacht. Die dortigen Gaskessel (die mit BioLPG beheizt werden) werden weiterhin für die kalten Nächten benötigt ... Das ist für uns jetzt ein erster Test, wie die Teile im Praxiseinsatz einer Gärtnerei funktionieren. Auch wenn die Wärmepumpen in Teilen der Bevölkerung maximale negative Emotionen verkörpern, so ist es die einzige Heizquelle die aus einer kwh eingesetztem Strom bis zu 4kwh Wärme herausholt (in der Gärtnerei, durch die nötigen hohen Vorlauftemperatur eher 2,5 bis 3kwh Wärme). Im Vergleich: Aus einer eingesetzten kwh Erdgas hole ich ungefähr 0,96kwh Wärme heraus. Wir beziehen Ökostrom von den Stadtwerken Schwabach und haben, zumindestens auf dem Papier, damit keine CO2 Belastung. Selbst wenn der Ökostrom im Winter auch aus Kohle kommt, ist die Gesamtbilanz und Wirtschaftlichkeit deutlich über dem von Erdgas oder Erdöl. Nur der Strompreis ist im direkten Vergleich zu Gas zu teuer.
  • Der Einsatz unseres Elektrodreirades war ein voller Erfolg. Ein  zweites Dreirad kommt am Montag.
  • Unsere flüssige Nachdüngung haben wir weitgehend auf ASL umgestellt. Dieser Stoff kommt als "flüssiges Abfallprodukt" aus einer regionalen Biogasanlage und wird bei uns, ohne jegliche Verpackung, einfach aufgetankt.
  • Unsere Schafwollpellets zur Düngung sind inzwischen aus der Region (~130km um die Firma) und kommen nicht mehr vom Ende der Welt (Mongolei). Möglich hat dies eine neue Pelletiermaschine unseres regionalen Lieferanten gemacht. Damit kann er kostengünstig pelletieren und gibt diese Kostenersparnis auch an uns weiter. D.h. auch für unsere Kunden, dass wir lose Schafwollpellets zum Selbstabfüllen weiterhin zum günstigen Preis von  ~ 7€ / kg verkaufen können.
  • Eine Forchheimer Firma holt unsere Papierabfälle ab. Super. In Schwabach war eine Entsorgung von Papier-Pressballen nicht möglich oder für uns viel zu teuer.
  • Organischer Dünger ist, während der Saison, sehr günstig lose, zum Selbstabfüllen, bei uns erhältlich (Schafwollpellets als Stickstoff-Langzeitdünger, Provita Baumschuldünger als organischer Volldünger und NeemCake als schwacher Volldünger mit insektenabweisender Nebenwirkung).

Das war 2025 nix

  • Wir hatten einen fahrbaren Laubsauger mit Akku angeschafft. Dessen LifePO4 Akku ist im Februar in Flammen aufgegangen und hat die Maschine natürlich schrottreif abgefackelt. Da die Dinger einen hohen vierstelligen Betrag kosten, haben wir fürs erste zwei gebrauchte Laubsauger mit Benzinmotor gekauft. Der Motor läuft zwar mit gereinigtem Benzin, ist  aber dementsprechend lauter und stinkt trotzdem.
  • Wir hatten gehofft einen neuen Rekord bei der Rücknahme der Pfandtöpfe zu verzeichnen. Leider haben wir das nicht geschafft. Im Jahr 2025 hatten wir sogar einen leichten Rückgang auf 43 745 der  über unsere Kasse zurückgegebene Pfandtöpfe. Im Vorjahr waren es noch 44 226 (2023  42 325). Wir hoffen, dass die Töpfe NICHT im gelben Sack gelandet sind und wir diese Jahr die 50 000 Marke deutlich knacken.

Ausblick 2026

  • Wir experimentieren gerade mit einer Topferde, die zu 100% aus der Region kommen soll. Sehr spannend. Das macht richtig Spaß neue Mischungen auszuprobieren und das Ergebnis dann im Betrieb zu testen. Wir hoffen, dass wir im Mai schon die erste, halbwegs-zuverlässige Mischung in Pfandgefäßen an wagemutige Kunden verkaufen können. Im besten Fall (alles organische, nachwachsende Produkte, bzw. Restabfallprodukte) kommen wir damit an einen CO2 Verbrauch von nahezu 0kg/m³ hin (aktuell verbraucht unsere Erde, inkl. LKW Lieferung 58kg CO2. Substrat aus Torf liegt um die 120kg/m³). CO2 wird aktuell noch sehr günstig berechnet. Wir wollen mit der Umstellung ~ 14 t CO2 einsparen. Dafür müssten wir aktuell 560 € CO2 Abgabe zahlen (wenn sie in diesem Bereich berechnet werden würde oder wir einen freiwilligen CO2 Ausgleich dafür machen wollten). Bei einer Rechnungssumme um die 20 000€ ist das nicht viel.
  • Einbau der Wärmepumpen
  • Ein weiteres Auto von uns wird, nach 15 Jahren und 360 000km zu alt. Auch hier wollen wir die Einschränkungen (wer sagt, dass es die nicht gibt, lügt einfach, fährt nur in der Stadt oder sollte mal einen Anhänger mit einem E-Auto ziehen) eines E-Autos in Kauf nehmen und die Umstellung angehen. Wir sehen trotzdem keine alternative zum E-Auto: Völlig abgesehen von der Umwelt, ist es die einzige wirtschaftliche Möglichkeit unabhängig von zugekaufter Energie zu werden (außer wir bauen mal wieder Autos mit Holzvergaser ...).

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