{"id":278359,"date":"2024-01-04T18:20:19","date_gmt":"2024-01-04T17:20:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/?p=278359"},"modified":"2024-01-05T07:18:36","modified_gmt":"2024-01-05T06:18:36","slug":"nachhaltigkeit-aktueller-stand-januar-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/nachhaltigkeit-aktueller-stand-januar-2024\/2024\/01\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit: Aktueller Stand Januar 2024"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Nachhaltigkeit ist wichtig. Gleichzeitig lesen wir soviel davon, dass es manchmal auf die Nerven geht.<\/p>\n<p>Trotzdem soll hier in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden unser aktueller Stand und die Pl\u00e4ne f\u00fcr das laufende Jahr aufgef\u00fchrt werden. Wir denken, dass konsequente Nachhaltigkeit, der einzige Weg ist, der ein dauerhaftes \u00dcberleben des Betriebes erm\u00f6glicht. Wer aktuell den Anschluss verpasst, steht in wenigen Jahren vor dem Ende seines Betriebes.<\/p>\n<h2>Nachhaltigkeit in der Floristik - aktueller IST Stand<\/h2>\n<ul>\n<li>Kunstbast durch Paketschn\u00fcre aus Hanf oder Sisal ersetzt<\/li>\n<li>Reduzierung von Aludraht in der Floristik (gerne h\u00e4tten wir eine verrottbare Alternative, aber wir suchen noch - daher ist Reduzierung aktuell das einzig machbare)<\/li>\n<li>Steckschaum zu 20% aus nachwachsenden Materialien (der 100% Bio-Steckschaum funktioniert noch nicht und kosten im Einkauf den 50fachen Preis)<\/li>\n<li>viele Schnittblumen aus eigenem Anbau<\/li>\n<li>viele Schnittblumen aus der Region (auch unseren fr\u00e4nkischen Kollegen liegt der Umweltschutz am Herzen)<\/li>\n<li>weltweiter Einkauf fast nur zertifizierte Schnittblumen, europ\u00e4ischer Einkauf oft ohne Zertifikate (bei uns und in Holland gibt es einfach noch viele kleinere Betriebe, f\u00fcr die Zertifizierung unrentabel ist, die aber trotzdem sauber arbeiten)<\/li>\n<li>Zusatzartikel wie Strau\u00dfstecker nur aus reinen Materialien (meist Holz, Pappe oder Metall - sodass ein Recycling leicht m\u00f6glich ist).<\/li>\n<li>Kranzb\u00e4nder zu 100% aus nachhaltigen Material und komplett verrottbar.<\/li>\n<li>Strohunterlagen nicht mit Nylonf\u00e4den, sondern mit rostendem Wickeldraht gebunden<\/li>\n<li>dichte Pappvasen, die im Papiercontainer recycelt werden d\u00fcrfen (eine extrem d\u00fcnne Schicht aus PP h\u00e4lt das Wasser) - hergestellt in Bayern<\/li>\n<li>Thermorollen an der Kasse, die im Papiercontainer recycelt werden k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Nachhaltigkeit in den G\u00e4rtnereien - aktueller IST Stand<\/h2>\n<ul>\n<li>Pflanzenschutz mit nat\u00fcrlichen Mitteln und <a href=\"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/nuetzlingseinsatz-biologischer-pflanzenschutz\/\">Einsatz von N\u00fctzlingen.<\/a><\/li>\n<li>stark torfreduzierte Erde mit Torf (30% Torfanteil) aus <a href=\"https:\/\/gramoflor.com\/\">deutschen Abbaugebieten<\/a> (die nachher perfekt renaturiert werden). Aktuell liegen wir bei 58kg CO2 \/ m\u00b3 - im letzten Jahr waren wir bei 69kg CO2 \/m3 Erde (CO2 Angabe inklusive Transport bis zu unseren Betrieben).<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.biolpg.de\/\">CO2 neutrale Heizung<\/a> in unserer Rutzendorfer G\u00e4rtnerei und in unserem \u00dcberwinterungsbetrieb (wir sehen das BioLPG als \u00dcbergangstechnologie)<\/li>\n<li>Verwendung von Regenwasser. An jedem Standort haben wir mindestens 300m\u00b3 Regenwasserspeicher.<\/li>\n<li>100% \u00d6k\u00f6strom<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/pfandtopf-ein-weitere-beitrag-zum-umweltschutz\/2019\/05\/\">Pfandtopfsystem<\/a>. Wir ben\u00f6tigen j\u00e4hrlich nur 20% unseres Bedarfs an T\u00f6pfen neu. Der Rest sind gebrauchte T\u00f6pfe, die unsere Kunden zur\u00fcckbringen oder die bei uns im Betrieb angefallen sind.<\/li>\n<li>Auswahl verrottbarer Produkte<\/li>\n<li>A5 Folienschilder mit haltbaren Schildern aus Steinpapier ersetzt (es sind noch viele Folienschilder im Umlauf, aber alle neuen werden aus wetterfestem Papier hergestellt)<\/li>\n<li>klimacomputergesteuerte, sparsamkeitsoptimierte Heizung in den Gew\u00e4chsh\u00e4usern<\/li>\n<li>fast 100% Akkuger\u00e4te statt 2-Takt Maschinen<\/li>\n<li>LED Leuchten in allen Gew\u00e4chsh\u00e4usern und nat\u00fcrlich im Laden<\/li>\n<li>Entwicklung eines akku-angetriebenen, fast lautlosen Gie\u00dfroboters, der unser Gr\u00e4bergie\u00dfen mit dem Dieseltraktor ersetzen soll. Pikanterweise haben wir hier in Schwabach die gr\u00f6\u00dften Gegner dieses Projektes in der Gr\u00fcnen Partei. Leider blockiert die Politik in Schwabach dieses Projekt aktuell immer noch. Wir k\u00f6nnten auf dem Schwabacher Friedhof unseren Energieverbrauch bei jedem Gie\u00dfgang (j\u00e4hrlich ca. 70-80 Gie\u00dfg\u00e4nge) von 120kw Energieverbrauch auf unter 10kw reduzieren. Die Schallemission k\u00f6nnen von \u00fcber 90db auf\u00a0 45db reduzieren \u2013 aber wir k\u00e4mpfen noch gegen die unglaublichen Auflagen und H\u00fcrden.<\/li>\n<li>Betankung unserer Traktoren mit <a href=\"https:\/\/www.oest.de\/media\/pdf\/de\/Oest_Oecopower_D_DE.pdf\">HVO Diesel.<\/a> Auch das ist sicherlich nur eine \u00dcbergangstechnologie. Dieser komplett synthetisch hergestellte Diesel verbrennt deutlich sauberer. Gerade bei unseren alten Dieseltraktoren macht das enorm viel aus: Weniger Ru\u00df, weniger Gestank. Hergestellt wird der Diesel mit \u00d6kostrom, sodass im Vergleich zu mineralischen Diesel eine CO2 Einsparung von 90% realistisch ist. Ein modernes Efuel eben.<\/li>\n<li>Eigene Stromerzeugung durch Erdgas BHKW - sicherlich nicht das Optimale. Aber da unser BHKW nur l\u00e4uft, wenn wir den erzeugten Strom und die erzeugte W\u00e4rme zu 100% selbst verbrauchen, ist es trotzdem extrem effektiv, wirtschaftlich und damit umweltfreundlich.<\/li>\n<li>innerbetrieblicher Transport mit Textilh\u00fcllen, statt Verpackungsfolie, zum Schutz der Pflanzen auf dem CC Wagen<\/li>\n<li>freiwillige CO2 Ausgleichs-Abgabe beim jedem Tanken (gr\u00fcne DKV Karte)<\/li>\n<li>Druck unseres Jahresprogrammes auf Recyclingpapier und gleichzeitige Kompensierung des CO2 Austosses.<\/li>\n<li>Klima- und Kassencomputer mit stromsparenden Minirechner, die meistens unter 3 Watt ben\u00f6tigen (Raspberry PI - meist noch in Version 2).<\/li>\n<li>unbehandeltes Abfallholz wird im eigenen Ofen verbrannt<\/li>\n<li>Pappentsorgung direkt an Recycelbetriebe<\/li>\n<li>M\u00f6glichst gebraucht kaufen und damit Ressourcen sparen: Unsere Maschine, die Stecketiketten automatisch in die T\u00f6pfe am Band steckt, ist so ein Kauf. Oder auch unsere beiden \"neuen\" Automatikt\u00fcren im 24h Laden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Nachhaltigkeit im Einkauf - aktueller IST Stand<\/h2>\n<ul>\n<li>Schwerpunkt auf material-reine Produkte, die sich recyceln lassen<\/li>\n<li>Kunststoff-T\u00f6pfe weitgehend aus der Region (Unterfranken) und aus recyceltem Material<\/li>\n<li>Kerzen aus der Region mit einem gro\u00dfen Anteil an Kerzen aus 100% organischem Material<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Unsere Wunschliste f\u00fcr 2024<\/h2>\n<ul>\n<li>Erstes Firmenauto mit Hybridantrieb (Elektro \/ Diesel).\u00a0 Im gesch\u00e4ftlichen Einsatz (u.a. H\u00e4ngerbetrieb mit mindestens 2t Zuglast) gibt es leider noch keine, bezahlbaren reinen Elektroautos.<\/li>\n<li>Suche nach Hei\u00dfkleber aus abbaubarem Material<\/li>\n<li>Erste Tests mit einer W\u00e4rmepumpe f\u00fcr die Grundlast im Schwabacher Betrieb (Wir haben hier aktuell einen Gaskessel mit 530kWh und einen \u00d6lkessel mit 270kWh Leistung. Die Planung sieht eine 25kWh W\u00e4rmepumpe vor, die im Winter durch unser BHKW mit Strom versorgt wird und ein wenig mehr als eine R\u00fccklaufanhebung machen soll. Eine W\u00e4rmepumpe \u00fcber 1ookwh ist nicht bezahlbar - zudem w\u00e4ren die Kosten eines daf\u00fcr ben\u00f6tigten Stromanschlusses im hohen f\u00fcnfstelligem Bereich).<\/li>\n<li>Gespr\u00e4che mit Steckschaumherstellern (stehen Ende Januar an)<\/li>\n<li>Versuche mit Stecketiketten aus Steinpapier - (Testetiketten sind unterwegs)<\/li>\n<li>Erweiterung der Solaranlage - wir planen eine \u00dcberdachung unserer Verkaufserde mit Solarpanels<\/li>\n<li>Gie\u00dfroboter f\u00fcr den Ansbacher Stadtfriedhof (die Probleme gibt es einzig in Schwabach, in Rednitzhembach und auf vielen anderen Friedh\u00f6fen in Deutschland l\u00e4uft der Roboter ja inzwischen).<\/li>\n<li>alle floristischen Werkst\u00fccke sollten zu 100% auf dem Kompost entsorgt werden k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Recycelunternehmen finden, dass Mischkunststoff ehrlich recyceln kann und diesen annimmt (kein gr\u00fcner Sack, der in N\u00fcrnberg verbrannt wird)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Unsere Philosophie:<\/h2>\n<p>Wir wollten stetig mit kleinen, machbaren Schritten vorangehen. Das beste Beispiel sind unsere Autos. Es gibt aktuell weder den Elektrolieferwagen, der unseren Anh\u00e4nger ziehen kann, noch k\u00f6nnen wir irgendwelche Sonderbauten im sechsstelligem Bereich bezahlen. Daher macht es Sinn, erstmal freiwillig in eine CO2 Ausgleichs-Abgabe zu investieren. Einfache Rechnung: Je mehr Firmen solche kleinen Schritte machen, umso mehr Geld kann in den Umweltschutz gesteckt werden.<\/p>\n<p>Wir setzen lieber auf \u00dcbergangstechnologien, bis es gute und bezahlbare L\u00f6sungen gibt. Es ist sinnvoller im Winter unser Erdgas-BHKW Strom erzeugen lassen, als Kohlestrom (klar mit \u00d6kostromzertifikat \ud83d\ude09 ) zuzukaufen. Das kann sich \u00e4ndern, wenn der deutsche Strommix nachhaltiger wird.<\/p>\n<p>Lieber \u00d6kostrom und BioLPG und einen h\u00f6heren Preis, als einen Strompreis, der einzig auf niedrige Kosten ausgelegt ist.<\/p>\n<p>Lieber pragmatische L\u00f6sungen (wie unser Pfandtopf), als unbezahlbare T\u00f6pfe aus organischem Material, die noch dazu deutlich mehr Energie zur Herstellung ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Die CO2 Ausgleichsabgaben sehen wir nicht als \"green Washing\" und damit zur Gewissensberuhigung, sondern als Zwischenschritt, bis es etwas Besseres gibt, was wir uns leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine n\u00fcchterne und ehrliche Betrachtung, wo wir stehen und was wir gerne noch machen m\u00f6chten. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":278360,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1,3386],"tags":[],"class_list":["post-278359","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-nachhaltig","thunk-woo-product-list","open-woo-hover-zoom","open-single-product-tab-horizontal","open-shadow-","open-shadow-hover-"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278359","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=278359"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278359\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/media\/278360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=278359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=278359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.blumen-schwarz.de\/aktuell\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=278359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}