Ruhig bleiben

Nichts bringt das Blut der Gärtner so zur Wallung wie ein paar Sonnentage im März oder April. Sobald der Boden offen ist, werden Gottesaugen, Tomaten und Gurken gepflanzt.
Wir befürworten ein eher konservatives, spätes Pflanzen und denken, dass die Pflanzung dadurch besser wird.

Ruhig bleiben

Gerne zeigen wir Ihnen ein paar Bilder. Aufgenommen Mitte Mai im letzten Jahr (in unserem geschützten Innenbereich in der Schwabacher Gärtnerei):

Die Bilder zeigen sehr schön, dass die empfindlichen Pflanzen Totalschaden haben und die robusten, frostverträglichen Gemüsepflanzen gut aussehen.

Wir sehen durchaus die Problematik, dass ab dem 15. Mai (bei schönem) Wetter oft schon ein paar Pflanzen ausverkauft sind.  Aus unserer Sicht versuchen wir das komplette Sortiment bis Ende Mai anbieten zu können. Meistens klappt das in jedem Fall bis zum 20. Mai und danach wird es dünner.

Aus gärtnerischer Sicht hat der Sommerpflanzenkauf im April folgende Probleme:

  • Aus dem warmen Gewächshaus kommend sind die Pflanzen im Frühjahr deutlich frostempfindlicher als im Herbst.
  • Ein “Zwischenaufstellen” im Haus reduziert die guten Wachstumsbedingungen die, die Pflanzen im Gewächshaus haben (im Zimmer ist es warm mit vergleichsweise wenig Licht und niedriger Luftfeuchte). Wenn wir Pflanzen vergleichen, die 14 Tage bei Kunden im Haus standen zu Pflanzen, die während dieser Zeit noch im Gewächshaus standen ist das ein großer Unterschied.
  • Gerade die klassischen Gemüse und Kräuter sind extrem frostempfindlich (Gurken, Zucchini, Tomaten, Basilikum). Hier reichen schon ein paar Nächte mit niedrigen Plusgraden um das Wachstum zu stoppen und der Pflanze zu schaden.
  • Selbst wenn die Pflanzen nicht eingehen, bremsen kalten Nächte das Wachstum. Oft sehen zwei Wochen später gepflanzte Sommerpflanzen viel schöner und kräftiger aus.
  • Ende März und Anfang April ist die Qualität, die man in den Gärtnereien bekommt, weder ausgehärtet noch fertig.

Wir denken hier vielleicht ein wenig altmodisch und empfehlen folgenden Pflanzfahrplan:

März:

Frühsalate, Feldsalate, nur Blühpflanzen (z.B. Viola, Eryssimum, etc., die mindestens -3 °C aushalten

April:

Zeit für Stauden und Gehölze. Für Pflanzen, die frisch austreiben, im Freiland gezogen wurden und daher nicht sofort eingehen. Tomaten und ähnliche nur in geheiztem Gewächshaus oder Wintergarten.

Ende April-Mail:

Pflanzung der Sommerblüher, wobei (siehe die Bilder) immer noch im Laufe des Mai eine gewisse Vorsicht nötig ist. Meist sind die Nachtfröste im Mai aber kürzer und nicht so hart. Ein Abdecken mit einem Betttuch oder Vlies bringt hier schon einen sehr guten Effekt.

Ende Mai:

Pflanzung der einjährigen, höheren Schnitt- und Gartenblumen (Zinnien, Tagetes, Astern, Löwenmaul, div. Gräser).

Ab Juni

Auch im Sommer gibt es Gemüse und blühende Pflanzen. Nur das Sortiment ändert sich laufend. Ab Ende Juni haben wir z.B. viele Zinnien, Salbei  im Angebot.

Übrigens: Während wir diesen Artikel schreiben, haben wir immer noch Nachtfröste und natürlich sind die ersten Gottesaugen und Geranien (die wir auf dem Friedhof gesehen haben) schon eingegangen. Allerdings: Wir ziehen fast alle Pflanzen selbst in unseren Gewächshäusern. Von daher ist alles verfügbar und natürlich verkaufen wir es Ihnen auch jetzt schon.

Für Kübel und Balkonkästen bieten wir Ihnen das Vorpflanzen Ihrer Kästen an.

1 Kommentare zu “Ruhig bleiben

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