Mitte August bis Anfang Oktober: Winterdünger im Garten

Noch mehr Düngen? Wird im Herbst nicht alles ausgewaschen? Ist das nötig? Wir geben auf die Standardfragen zum Herbstdüngen Antworten

Düngen im Herbst

Herbstdünger enthalten zum großen Teil (oder nur) Kalium. Ähnlich wie Phosphor spielt Kalium seine Hauptrolle bei der Frucht-, Geschmacks- und Vitaminbildung eine Rolle. Im Gegenzug dazu ist Stickstoff der Treiber für Grünwachstum. Kalium fördert das Ausbilden von zellwandstärkenden Kohlehydraten. Konkret "platzen"  daher bei Pflanzen mit Kaliummangel die Zellwände im Winter leichter.

Aus diesem Hintergrund gibt es im Herbst die alte Gärtnertradition (das finden wir auch schon in unseren ältesten Fachbüchern aus dem 19. Jahrhundert) einer Kaliumdüngung.

Kalium (meist als Kaliumsulfat oder als Gesteinsmehl zu bekommen) wird in mittlerer Geschwindigkeit im Boden ausgewaschen. Das heißt es "rauscht nicht durch" wie einige Stickstoffverbindungen und ist aber auch nicht "fast-unauswaschbar" wie Phosphate. Gerade in tonhaltigen Böden ist Kalium Bestandteil der Struktur und hält sehr lange. Bei den reinen mittelfränkischen Sandböden hat der Dünger eine Haltbarkeit von mehreren Wochen, bevor er nach unten abwandert. Durch diese Eigenschaften ist eine Herbstdüngung unproblematisch.

Wir empfehlen die Herbstdüngung für folgende Pflanzen und Einsatzbereiche:

  • Staudenpflanzung (hier bringt es, gerade bei frostempfindlichen Sorten, wirklich viel)
  • Rasen (wenn dieses Jahr der Rasen noch lebt)
  • Obst, Beerensträucher und winterharte Gemüsepflanzungen

Für unnötig erachten wir Kaliumdüngung (außer es ist ein Mangel sichtbar) bei

  • Sträuchern
  • Gehölzen
  • und Magerwiesen

Kaliummangel tritt immer zuerst an den älteren Blättern auf: Diese werden von den Blatträndern her braun und welk (also von außen nach innen).

Reiner Kaliumdünger ist nicht teuer und sowohl in unseren Gärtnereien, als auch über unseren Webshop erhältlich.

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